Entstehung und Geschichte    von OEAS

Zusammenfassung

  • 1999 Gegründet und entwickelt von Sister Frances Kobets
  • 2018 verstirbt Sister Frances überraschend, Maryknoll Sisters beenden Unterstützung
  • ab 2018 übernimmt IPA e.V. zunehmend Unterstützung    und Finanzierung von OEAS
  • Seitdem leitet und implementiert Willie Chakauya die Aktivitäten von OEAS alleine

 

Im Jahre 1999 hat die Ordensschwester der Maryknoll Sisters (MKS, N.Y. USA, www.maryknollsisters.org) Sister Mary Frances Kobets, die Organisation OEAS (Orphan´s Education and Agriculture Support) in Gweru, Zimbabwe gegründet. Sister Frances hatte bereits Jahrzehnte in Zimbabwe gearbeitet.           Als M. Sc. in Angewandter Landwirtschaftslehre der Kansas State University wurde sie bereits in den 80er Jahren Abteilungsleiterin für Agriculture im Gweru Teacher´s College.

Mit OEAS hat sie sich seit 1999 den Kindern und Familien zugewendet, die von der grassierenden HIV/Aids Epidemie besonders hart getroffen sind: Kinder im ländlichen Raum der   eher kargen Midlands Provinz. Die meisten von ihnen sind (Halb-) Waisen, die von der Großmutter oder älteren Geschwistern betreut werden.

 

Da in Zimbabwe ca. 90 % der Bevölkerung derzeit keine Arbeit finden, sind diese Familien in der Regel mittellos und damit auf Unterstützung angewiesen. Beinahe 2 Millionen ZimbabwerInnen haben in den vergangenen Jahren das Land verlassen, arbeiten oftmals illegal in Südafrika oder Botswana und können gelegentlich bescheidene Geldbeträge ihren Familien zu Hause zukommen lassen. Viele gehen aber leer aus.

 

OEAS ist kein Heim für Waisenkinder, sondern kümmert sich um diejenigen, die in Familien in der ländlichen Umgebung untergebracht sind und dort zur nächstgelegenen Schule gehen, manchmal 10 km entfernt. Sister Frances konnte in ihrer Zeit vier Mitarbeiter anstellen, die für eine Vielzahl von Betreuungs- und Verwaltungsaufgaben eingesetzt wurden. Finanziert wurde OEAS hauptsächlich durch Spenden von Kirchen-gemeinden in den USA, ab 2014 zu einem kleineren Teil auch von IPA e.V.

 

Zur Philosophie von OEAS siehe Ausschnitt aus 2014 May Brochure der Maryknoll Sisters: 

Nachfolgend einige Berichte von Sister Frances, die sowohl die Lebensbedingungen in Zimbabwe, aber auch die Philosophie und die liebevolle Zuwendung von OEAS erhellen:

Im Jahre 2018 verstarb Sister Frances unerwartet. Für alle Betroffenen, die MitarbeiterInnen, die Verwandten und Freunde in aller Welt, insbesondere aber für die von ihr abhängigen Kinder und Familien, war dies ein schmerzlicher Schock.

Den Nachruf von Sister Mary Frances Kobets findet man unter:  https://www.maryknollsisters.org/obituaries/2018

 

OEAS war damit über Nacht ohne Leitung und Zugang zu Finanzmitteln und konnte auch ab Februar 2019 von den Maryknoll Sisters nicht mehr finanziell unterstützt werden. In dieser Situation hat IPA e.V. zunehmend mehr die Verantwortung für eine nachhaltige Zusammenarbeit mit OEAS  übernommen. Dazu mussten leider die Personalkosten drastisch verringert werden, sodass derzeit nur noch Willie Chakauya als Programmleiter alle Tätigkeiten von OEAS alleine bestreiten muss. Willie hatte 20 Jahre mit Sister Frances zusammengearbeitet, war ihre rechte Hand und ist für IPA ein kenntnisreicher, verantwortungsvoller und verlässlicher Ansprechpartner.